Wie dein Teller mit Klimawandel, Flächennutzung, Wasser und Artenvielfalt zusammenhängt.
9 Min. Lesezeit
Wenn du Nahrung zu dir nimmst, ist deine Ernährung der grösste Einzelposten deines persönlichen ökologischen Fussabdrucks. Und kein Teil des Ernährungssystems verursacht mehr Schaden als die Tierhaltung.
14,5 %
der globalen Treibhausgasemissionen aus Viehwirtschaft
FAO, 2013
77 %
der Agrarfläche für Viehwirtschaft genutzt
Poore & Nemecek, 2018
83 %
der Agrarfläche könnte frei werden bei globaler veganer Ernährung
73 %
Reduktion des Ernährungs-CO₂-Fussabdrucks durch vegane Ernährung
Oxford, 2018
Die Tierhaltung trägt durch drei Hauptgase zum Klimawandel bei:
Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich die wirksamste Einzelmassnahme, um den eigenen Einfluss auf die Erde zu reduzieren — nicht nur Treibhausgase, sondern auch globale Versäuerung, Eutrophierung, Landnutzung und Wasserverbrauch.
Dies ist vielleicht die verblüffendste Statistik: Viehwirtschaft und Futtermittelanbau beanspruchen 77 % der globalen Agrarfläche, liefern aber nur 18 % der globalen Kalorien und 37 % des globalen Proteins. Würde die Welt auf pflanzliche Ernährung umstellen, könnten wir alle Menschen mit nur 25 % der derzeit genutzten Fläche ernähren.
Die freigewordene Fläche könnte renaturiert werden, sodass Wälder und Feuchtgebiete sich regenerieren — was auf natürliche Weise massive Mengen CO₂ aus der Atmosphäre binden würde.
Umweltauswirkungen pro 100 g Protein
| Metric | Pflanzlich | Omnivore |
|---|---|---|
| Treibhausgase | 0,4 kg CO₂e (Linsen) | 49,9 kg CO₂e (Rindfleisch) |
| Landnutzung | 3,4 m² (Linsen) | 164 m² (Rindfleisch) |
| Wasserverbrauch | 56 L (Linsen) | 369 L (Rindfleisch) |
| Wasserverschmutzung | 0,7 gPO₄eq (Linsen) | 10,7 gPO₄eq (Rindfleisch) |
Der Amazonas-Regenwald — die Lunge des Planeten — wird hauptsächlich für Viehzucht und Sojaanbau für Tierfutter gerodet. Zwischen 2001 und 2020 verlor Brasilien 70 Millionen Hektar Wald. Rund 80 % der Abholzung im Amazonas wird durch die Rindfleischproduktion verursacht. Wichtig: Nur 6 % des globalen Sojas wird direkt von Menschen konsumiert; der Rest geht in die Tierfütterung.
ℹ️ Der Soja-Mythos
Die Produktion von 1 kg Rindfleisch erfordert etwa 15 400 Liter Wasser. Die Produktion von 1 kg Linsen erfordert rund 900 Liter. Tierhaltung macht 29 % des globalen Süsswasserverbrauchs aus. In wasserarmen Regionen ist dies eine existenzielle Sorge.
Stickstoff und Phosphor aus Tiergülle und synthetischen Düngemitteln (für den Futtermittelanbau) gelangen in Flüsse und Ozeane, verursachen Algenblüten, die den Sauerstoff aufzehren und das Meeresleben abtöten. Derzeit gibt es weltweit über 500 Todeszonen in den Ozeanen, die eine Fläche grösser als das Vereinigte Königreich bedecken.
Die Tierhaltung ist weltweit der Haupttreiber des Artensterbens. Die Umwandlung wilder Lebensräume in Weideland und Ackerflächen hat Populationen von Insekten, Vögeln und Säugetieren dezimiert, die einst in diesen Ökosystemen gediehen. Eine Analyse aus dem Jahr 2021 ergab, dass 86 % aller Landsäugetiere mittlerweile entweder Menschen oder Nutztiere sind, wobei wilde Säugetiere nur noch 4 % der Säugetier-Biomasse der Erde ausmachen.
Your carbon footprint savings
Switching to a vegan diet saves approximately 1.5 tonnes of CO₂e per year — equivalent to taking a small car off the road.
Eine Studie der Universität Oxford von 2018 berechnete, dass vegane Ernährung den ernährungsbedingten CO₂-Fussabdruck einer Person um bis zu 73 %reduziert. Eine durchschnittliche vegane Person spart:
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Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschliesslich Bildungszwecken und stellen keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung dar. Konsultiere immer eine qualifizierte Fachperson, bevor du wesentliche Änderungen an deiner Ernährung vornimmst, insbesondere bei Nahrungsergänzungsmitteln und Nährstoffzufuhr.