Die wichtigste Entscheidung, die du für Tiere, den Planeten und dich selbst treffen kannst.
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Veganismus ist eine der wirksamsten Massnahmen, die eine Einzelperson ergreifen kann, um ihren Einfluss auf den Planeten zu verringern, ihren Beitrag zum Tierleid zu beenden und gleichzeitig ihre eigene Gesundheit zu verbessern. Dieser Artikel erklärt, warum.
Menschen werden aus unterschiedlichen Gründen vegan. Manche sorgen sich vor allem um die Tiere. Andere treibt die Klimaangst an. Viele entdecken die Evidenz zur menschlichen Gesundheit und finden, dass die Umstellung schon aus rein egoistischen Gründen Sinn ergibt. Egal welcher Grund bei dir am meisten Anklang findet — die gute Nachricht ist, dass Veganismus alle drei Aspekte gleichzeitig adressiert.
Der direkteste Grund ist auch der einfachste: Tiere empfinden Schmerz, Angst und Trauer. Der wissenschaftliche Konsens zur Empfindungsfähigkeit von Tieren hat sich in den letzten drei Jahrzehnten dramatisch verändert. 2012 kam die Cambridge Declaration on Consciousness — unterzeichnet von einer prominenten Gruppe von Neurowissenschaftlern — zum Schluss, dass nicht-menschliche Tiere die neurologischen Grundlagen besitzen, die Bewusstsein erzeugen.
Jedes Jahr werden weltweit etwa 80 Milliarden Landtiere für die Lebensmittelproduktion geschlachtet. Die überwältigende Mehrheit verbringt ihr Leben unter Bedingungen, die chronischen Stress, körperliche Verletzungen und die Unterdrückung jedes natürlichen Verhaltens verursachen. Dies ist kein Randphänomen — es ist das Fundament unseres Ernährungssystems.
Die Frage ist nicht: Können sie denken? Oder: Können sie sprechen? Sondern: Können sie leiden?
Die Tierhaltung ist verantwortlich für 14,5 % der globalen Treibhausgasemissionen — mehr als der gesamte Transportsektor zusammen. Sie nutzt 77 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche, produziert aber nur 18 % der globalen Kalorien. Und sie ist der Haupttreiber von Abholzung, Todeszonen in den Ozeanen und Süsswasserknappheit.
14,5 %
der globalen Treibhausgasemissionen aus Tierhaltung
FAO, 2013
77 %
der Agrarfläche für Viehwirtschaft genutzt
Poore & Nemecek, 2018
80 Mrd.
Landtiere pro Jahr getötet
1 kg
Rindfleisch = 60 kg CO₂e
Oxford University
Eine Studie der Universität Oxford von 2018 — die bisher umfassendste Analyse der Umweltauswirkungen des Ernährungssystems — ergab, dass vegan zu leben die wirksamste Einzelmassnahme ist, die eine Person zur Verringerung ihres ökologischen Fussabdrucks ergreifen kann, mit einer Reduktion des ernährungsbedingten CO₂-Fussabdrucks um bis zu 73 %.
Your carbon footprint savings
Switching to a vegan diet saves approximately 1.5 tonnes of CO₂e per year — equivalent to taking a small car off the road.
Gut geplante vegane Ernährung wird mit niedrigeren Raten von Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, bestimmten Krebsarten, Bluthochdruck und Adipositas in Verbindung gebracht. Sowohl die American Dietetic Association als auch die Dietitians of Canada haben erklärt, dass gut geplante vegane Ernährung „gesund, ernährungsphysiologisch ausreichend ist und gesundheitliche Vorteile bei der Prävention und Behandlung bestimmter Krankheiten bieten kann."
💡 Das Schlüsselwort ist ‹gut geplant›
Stimmt — Menschen haben im Laufe der Geschichte viele Dinge gegessen, auch einander. Die Tatsache, dass eine Praxis uralt ist, macht sie weder moralisch gerechtfertigt noch praktisch notwendig. Wir haben Zugang zu einem breiteren Spektrum an Lebensmitteln als je zuvor in der Menschheitsgeschichte, und die Evidenz zeigt klar, dass wir ohne Tierprodukte bestens gedeihen können.
Jede vegane Person spart jährlich etwa 200 Tiere und reduziert ihren CO₂-Fussabdruck um rund 1,5 Tonnen CO₂e. Multipliziert man das mit der wachsenden Zahl von Veganern weltweit, summieren sich die Zahlen schnell. Noch wichtiger: Individuelle Entscheidungen erzeugen Nachfragesignale und kulturellen Wandel in grossem Massstab.
Veganismus war noch nie einfacher oder erschwinglicher. Die globale pflanzliche Lebensmittelindustrie ist von einer Nische zur Mainstream-Kategorie gewachsen. In den meisten Supermärkten kann man pflanzliche Versionen von fast jedem Produkt kaufen. Und die günstigsten Lebensmittel der Welt — Bohnen, Linsen, Reis, Haferflocken — sind alle vegan.
Du musst nicht über Nacht vegan werden. Die meisten Menschen finden einen schrittweisen Übergang — beginnend mit einem pflanzlichen Tag pro Woche, dann zwei, dann eine Woche, dann ein Monat — deutlich nachhaltiger als einen abrupten Wechsel. Der Schlüssel ist Momentum.
📊 Starte hier
Ein ehrlicher Blick auf die moderne Nutztierhaltung – das Ausmaß, die Bedingungen und warum es wichtig ist.
Die Umweltauswirkungen der Tierhaltung im Vergleich zu pflanzlicher Ernährung – wissenschaftlich belegt.
Evidenzbasierter Überblick über die gesundheitlichen Auswirkungen einer gut geplanten veganen Ernährung.
Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschliesslich Bildungszwecken und stellen keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung dar. Konsultiere immer eine qualifizierte Fachperson, bevor du wesentliche Änderungen an deiner Ernährung vornimmst, insbesondere bei Nahrungsergänzungsmitteln und Nährstoffzufuhr.